Susanne Schatter

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Mittwoch, 2. November 2011

Die Rauhnächte kommen

nicht mehr lange und die Zeit der Rauhnächte beginnt
Zeit zum Orakeln wie wohl das kommende Jahr werden wird und Zeit zum Räuchern und Wünschen.

Die magischen Zwölfen
Über das genaue Datum der Rauhnächte herrscht Uneinigkeit: So behaupten die einen, sie würden bereits am 21. Dezember beginnen oder aber erst vier Tage später am 25. Dezember.  Die Begründungen sind in beiden Fällen plausibel: Der 21. Dezember markiert die so genannte Thomasnacht und ist die Zeit der Wintersonnenwende, des kürzesten Tages und der längsten Nacht im Jahr.
Der 25. Dezember dagegen ist der erste Weihnachtstag, der eine Zeit der Wunder durch die Geburt Christi symbolisiert.
Am weitesten verbreitet ist die Annahme, dass es sich bei den Zwölfen oder Lostagen, wie die Rauhnächte landläufig auch genannt werden, um die Zeitspanne zwischen 25. Dezember und dem Dreikönigstag  (06. Januar) handelt. In diesen  magischen Zwölfernächten treiben, dem germanischen Glauben nach, Dämonen ihr Unwesen.
 Wenn Winterstürme um die Häuser brausen und Nebelschwaden ihre kalten Tücher über die Täler spannen, jagt nach altem Volksglauben der germanische Kriegsgott Wotan sein Geisterheer durch die Lande.
 Begleitet von seiner Göttergattin Freya, die heute noch in Teilen Bayerns und Österreichs als “Frau Percht” bekannt ist, verbreiten sie neben Angst und Schrecken auch Eis und Schnee.


Den Geistern Dampf machen…
Ihren Namen verdanken die Rauhnächte nicht nur den wüsten rauen Gesellen, die in den Zwölfernächten um die Häuser ziehen, sondern auch der Tradition, eben diese Unholde auszuräuchern.
Mit diversen Räucherritualen und beschwörenden Worten versuchte man seinerzeit, Hof und Stall von bösen Geistern zu befreien. 
 Mit Kupfertiegeln, in denen Holzkohle und Weihrauch sowie Wacholderzweige glühen, läuft der Bauer durchs Haus und räuchert nach und nach jeden Raum des Gebäudes aus.


In den Rauhnächten werden die Menschen nicht nur von bösen Geistern heimgesucht, vielmehr wird ihnen auch ein kleiner Blick in die Zukunft gewährt.
So gilt allgemein hin die Annahme, dass die zwölf Tage zwischen den Jahren die kommenden zwölf Monate symbolisieren.
Egal, ob Wettervorhersage, Heiratsprognose oder allgemeine Aussichten:
So sollen die Träume, die man in der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember bis hin in die Nacht auf den 06. Januar hat, eine Prognose für das Geschehen im kommenden Jahr abgeben.
Jede der Nächte steht dabei für einen Monat. Also vor dem Zubettgehen Stift und Bleistift parat legen, damit der Traum am nächsten Morgen nicht in Vergessenheit gerät.
 
Auch dem Sonnenschein wurde zeichenhafte Bedeutung zugedacht. Sonnenschein bedeutet am :
·  1. Lostag (25. 12.): Es wird ein glückliches, neues Jahr werden.
·  2. Lostag (26. 12.): Preiserhöhungen stehen an.
·  3. Lostag (27. 12.): Streitigkeiten kommen auf.
·  4. Lostag (28. 12.): Fieberträume werden Familienmitglieder plagen.
·  5. Lostag (29. 12.): Es wird eine gute Obsternte.
·  6. Lostag (30. 12.): Auch alle anderen Früchte gedeihen prächtig.
·  7. Lostag ( 1. 1.): Die Viehweiden tragen saftige Kräuter.
·  8. Lostag ( 2. 1.): Fische und Vögel sind zahlreich.
·  9. Lostag ( 3. 1.): Gute Kaufmannsgeschäfte stehen ins Haus.
·  10. Lostag ( 4. 1.): Unwetter kommen hernieder.
·  11. Lostag ( 5. 1.): Nebeltage treten vermehrt auf.
·  12. Lostag ( 6. 1.): Zwist und Hader kommt auf.

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